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SB AWE32 (CT2760) Test

Achtung RETRO!!!!!

Hätte niemals gedacht, dass ich jemals zu diesem Stück Hardware einen Test schreiben würde. Das Ding ist nun wirklich betagt UND! ich habe es zu seinem Release damals verspottet 😉

Es handelt sich bei der “Soundblaster AWE32” um eine der letzten ISA Soundkarten die vor der Jahrtausendwende in den Handel kamen. Ähnlich wie die GRAVIS Ultrasound bzw. deren Nachfolger der Ultrasound PnP enthielt auch die “Kopie” von CREATIVE LABS Steckplätze für RAM Bausteine. Dieser aufrüstbare Speicher diente dazu, sogenannte Soundlibraries / Sample Fonts in die Soundkarte zu laden um damit den damals noch vorherrschenden MIDI Sounds besseren Klang zu vermitteln.

Der EMU Synthesizer welcher auf der AWE32 (und auch den späteren Modellen) für die Klangerzeugung verantwortlich zeichnete, war für seine Zeit sehr leistungsstark und verfügte auch über hardwareseitige Effekte wie “Hall”, “Chorus” oder “Reverb”. Dummerweise wurde die Anzahl der Stimmen der Karte, welche gleichzeitig genutzt werden konnten, von 32 auf 28 reduziert sobald der Effektprozessor genutzt wurde.

Im Gegensatz zur Ultrasound von GRAVIS wurden die AWE Karten weniger offen von der Szene aufgenommen und auch kaum in aufwendigen 3D Demos genutzt. Vielmehr fand sie bei Musikern und im professionellen Bereich viele Freunde.

Ein großes Handicap, in meinen Augen, war der Klang in Spielen unter DOS. Die AWE unterstützte nur per Software-Emulation Generel-Midi und die meisten DOS Spiele (alle ?) konnten nicht auf die Samples im RAM sondern nur auf das 1MB große ROM mit Samples der Karte zugreifen. Dies klang alles andere als gut und konnte mich persönlich nicht wirklich überzeugen.

Hier noch ein paar gute Klangbeispiele:

[52Games / 07] Sex: Leisure Suit Larry

Diesmal hat sich Zockwork Orange das tolle Thema SEX ausgedacht und ich muss natürlich über LARRY schreiben. Klar ist das eigentlich zu offensichtlich und fällt wohl vielen als erstes ein aber ich liebe die Adventurereihe von Sierra (ehemals Sierra Online) über alles und schreibe auch gerne ein paar Zeilen darüber.

Larry sah ich das erste Mal vor verdammt vielen Jahren auf einem alten Commodore PC10 XT bei einer befreundeten Familie, wo mir der Junior damals Nachhilfe in Englisch gab. Weil ich mit 12 so PC-Geil war, durfte ich nach der Lernstunde immer eine kurze Zeit an den PC und dort Larry1 (Hercules Grafik in orange) spielen. Hatte was Sinnvolles da alles in Englisch war und man damals noch alle Befehle per Textparser eingeben musste. Jedenfalls war damit meine Liebe für Sierra spiele geweckt und ich blieb den Spielen viele Jahre treu (siehe auch meinen Artikel).

Von allen Larry Teilen hat es mir Teil3 “Passionate Patti in Pursuit of the Pulsating Pectorals” aus dem Jahre 1989 am meisten angetan. Obwohl es noch keine VGA Grafik hatte und mit EGA Farbpalette etwas farbarm war geviel mir die Optik sehr sehr gut und die Musik auf einem ROLAND MT32 Synthesizer ist der Wahnsinn (kein Wunder da der Larry Schöpfer Al Lowe selbst begeisterter Musiker ist) .

Okay nun einiges zu den Spielen selber:

Larry Laffer (so der komplette Name) ist ein Möchtegern Playboy, der von der großen Liebe träumt und alles anbaggert, was nicht schnell genug auf den Bäumen ist. Problem an der Sache ist leider das ihm 1. das nötige Aussehen und 2. der benötigte Charm dazu komplett abgehen 😉 Er landet also von einer Tragödie in der nächsten was für den Spieler höchst amüsant ist 😉

Abschließend noch eine Warnung: FINGER WEG VON DEN BEIDEN KONSOLEN TITELN AUS DEN LETZTEN JAHREN !

Beitrag zum Projekt 52 Games von Zockwork Orange: Thema 7 – Sex

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