Das neue Apple TV 4 und mein Ré­su­mé

Apple-TV1[1]

Lange hat es gedauert aber nun endlich stellte Apple vor einigen Wochen eine komplett neue Version des AppleTVs vor. Neben der extrem flotten und überholten Hardware hat sich vor allem bei der Software einiges getan. Das nun tvOS benannte Betriebssystem unterstützt nun endlich Apps und hat obendrein einen eigenen App-Store spendiert bekommen.

Hier meine ersten Eindrücke nach einigen Stunden mit dem neuen Gerät:

Aufbau und Setup:

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An den Anschlüssen hat sich gegenüber dem Vorgänger wenig getan und es gibt weiterhin Stromanschluss, Netzwerk, HDMI. Hinzugekommen ist allerdings der neue USB-C Anschluß!
Weiterhin verbergen sich im Gehäuse ein Infrarotempfänger, das interne Netzteil und Empfänger / Sender für Bluetooth 4.0.
Die brandneue Remote verfügt neben Bluetooth 4.0 und Infrarotsender noch über Beschleunigungssensor und Gyrosensor sowie Lightning Connector zum Aufladen des Gerätes.
Das Setup geht sehr easy indem man sein iPhone per Bluetooth connected und kurz das Passwort bestätigt. Insgesamt dauert das ganze samt Auspacken maximal 5 Minuten.

Pro:

  • Unglaublich hohe Geschwindigkeit und kurze Reaktionszeiten
    • Video (Streaming) starten SOFORT und es sind keinerlei Verzögerungen etwa für Buffering etc. zu spüren
    • Navigieren in Apps hinein und wieder zurück ins Hauptmenü geht ebenfalls extrem geschmeidig
  • die neue Remote mit dem kleinen Touchpad liegt super in der Hand und macht das Bedienen zum Kinderspiel
  • das Ansteuern anderer Geräte per HDMI (TV aus und einschalten etc) geht perfekt.
    • ebenso kann die Remote aber auch IR Befehle senden und diese auch erlernen von alten Universal Fernbedienungen
  • Spiele wie OCEANHORN sehen einfach klasse aus auf dem großen TV in 1080p
    • und ich kann viele Games per iOS kompatiblem Game-Controller steuern!
  • SIRI ist wie immer das große Highlight bei Apple.
    • SIRI sucht einem jeglichen Video oder Musikcontent heraus
      • und das von allen Diensten wo Apps existieren (NETFLIX, YOUTUBE, ZDF etc.)
    • SIRI schaut nach dem Wetter
    • SIRI bedient AppleHome kompatible Geräte wie Heizungen oder Lichtanlagen

Contra:

  • einige Apps welche noch für das alte AppleTV von Apple selbst zur Verfügung gestellt wurden fehlen (noch)
    • mein liebgewonnenes Watchever z.B.
  • die Remote App für iOS ist noch nicht mit dem neuen AppleTV kompatibel
    • ich will das Ding wieder mit meiner Apple Watch bedienen
  • die Auswahl an Apps ist (noch) überschaubar.

Mein Fazit:

Ich bin (mal wieder) schwer begeistert vom neuen Apple Spielzeug. Es bereichert mein multimediales Wohnzimmer ganz extrem und ich freue mich schon riesig auf die Apps welche noch alle kommen werden in den nächsten Wochen.

Mein iPhone4 Review

Da ich nun seit einigen Wochen stolzer Besitzer eines iPhone4 bin dachte ich mir, schreibe ich ein paar Zeilen dazu. Da ich ja bereits seit einigen Jahren das Ur-iPhone (2G) mein Eigen nenne, kann ich recht gut beurteilen was sich in den letzten Jahren alles am iPhone verbessert hat.

Was einem iPhone “Upgrader” als erstes ins Auge springt ist natürlich das geänderte Äußere des iPhone. Vorder- und Rückseite sind nun aus speziell gehärtetem Glas und der Außenrahmen besteht aus Aluminium. Insgesamt ist das iPhone etwas schmaler geworden dafür aber auch (wegen dem Glas hinten denke ich mal) etwas schwerer. Natürlich ist die Performance des Gerätes gegenüber des allersten iPhone ein regelrechter Quantensprung. Die Apps starten SOFORT und durch das mit iOS4 eingeführte Multitasking lassen sich Anwendungen in den Hintergrund schalten und ein sogenanntes FastAppSwitching durchführen. Neben der erhöhten Geschwindigkeit durch den neuen A4 CPU von Apple besticht das iPhone besonders auch durch sein Retina Display. Eine für die Displaygröße (3,5Zoll) extrem hohe Auflösung von 960 x 640 Pixel sorgt für eine Bildschärfe wie ich sie bisher von Handys / Smartphones nicht kannte. Man kann das sehr schwer in Worte fassen und muss es eigentlich mit eigenen Augen “erlebt” haben 😉 Des Weiteren bietet das iPhone4 neben der verbesserten Kamera auf der Rückseite auch eine (etwas niedrig aufgelöstere) Kamera auf der Frontseite. Durch das von Apple Facetime getaufte Protokoll lassen sich Videotelefonate zwischen iPhone4 Besitzern oder zu Mac Besitzern aufbauen und dies in einer wirklich guten Qualität. Leider ist dies (derzeit?) nur mit vorhandener Wlan-Verbindung UND nicht zu Windows Benutzern möglich.

Weitere nette Features nach meinen subjektiven Empfinden:

  • sehr gute Kamera mit LED Blitz (5 Megapixel)
  • Videos in 720p
  • iOS4 (ich liebe es!)
  • durch den A4 CPU sind Apps wie iMovie auf dem iPhone erst möglich!
  • erheblich besserer Wlan Empfang
  • gute Antennenleistung (glaubt keiner ist aber so)

Die Vorteile des iPhone gegenüber der Android Konkurrenz kommen im neusten Modell für mich noch mehr zum Tragen und das ist das “Hand in Hand” der Apps mit dem iOS. Ich gehe hin und nehme meine Tochter mit der eingebauten Kamera auf Video auf (in schickem HD), bearbeite das Video im iMovie, unterlege es dort mit toller Musik, lade es direkt vom iPhone auf Youtube hoch und informiere per Email und Facebook meine Freunde darüber!

Das sind für mich die Kleinigkeiten wodurch das Leben durch ein iPhone einfach attraktiver wird!

Ich bin nach einigen Wochen (wie auch mit meinem 2G) sehr zufrieden und kann das Smartphone jedem Technikjunkie (mit dem nötigen Kleingeld) nur ans Herz legen 😉

“Two Worlds 2” Test (PC Version)

Nach dem beachtlichen Erfolg von “Two Worlds 1” (bei dem sich die deutsch/polnischen Entwickler auf Neuland begaben) kommt nun einige Jahre danach endlich ein würdiger Nachfolger auf den Markt.

Nach einigen terminlichen Verschiebungen wurde das Spiel Mitte November für PC, Xbox360 und einige Tage später auch für PS3 ausgeliefert (die Mac Version ist kurz vor Weihnachten ebenfalls erschienen). Ein großes Kompliment geht hier ganz klar an die Entwickler von Reality Pump welche neben dem PC auch die Umsetzungen für die Konsolen geschultert haben und diese nicht (wie zuletzt bei RISEN gesehen) an externe Studios abgegeben haben.

Man muss nur geringe Abstriche bei den Konsolen machen (Grafik und Bedienung) und das Spiel ist auch auf den Konsolen sehr gut umgesetzt.

Anders als im ersten Teil ist die Welt von Two Worlds 2 nun in mehrere Inseln unterteilt, welche man aber im späteren Spielverlauf mit dem eigenen Boot erreichen kann.

Die Technik:

Technisch hat sich bei Two Worlds 2 gegenüber dem ersten Teil sicherlich am meisten getan. Die Engine wurde komplett überarbeitet und bringt neben MultiCore-Unterstützung auch neue Physik- und Shadereffekte mit sich. Des weiteren benutzt die GRACE Engine (so ihr Name) DX9 (DX10 mit Patch 1.1) und auf dem Mac OPEN-GL. Generell muss ich aber sagen, dass Two Worlds 2 auch auf mittleren Rechnern sehr gut läuft und fabelhaft ausschaut. Da könnten sich andere Hersteller gerne eine Scheibe abschneiden. Lästige Nachladeruckler wie bei anderen Spielen (GOTHIC Serie, Oblivion etc.) sind sehr selten und das Streaming der weitläufigen Landschaften klappt sehr gut.

Das Gameplay:

Am Gameplay selber hat sich gegenüber Teil1 nicht soooo viel geändert und auch am Kampfsystem wurde (meiner Meinung nach) nichts fundamentales ergänzt. Als Krieger ist man in erster Linie nur am Klicken und ab und zu am Blocken. Spaß macht es aber trotzdem auch wenn ich mir an dieser Stelle ein wenig mehr taktischen Tiefgang gewünscht hätte. Toll finde ich dagegen die Möglichkeiten Gegenstände zu modifizieren. Hierbei muss man bestimmte Fähigkeiten und Talente erlerenen und kann dann z.B. Waffen und Rüstungen mit diversen Materialien “veredeln”. Zusätzlich können noch Edelsteine “verbaut” werden welche noch weitere (magische) Verbesserungen mit sich bringen.

Was im Spiel sehr schnell auffällt ist, dass die Entwickler Two Worlds 2 sehr viel mehr linear aufgebaut haben und man viele Gebiete nicht von Anfang an bereisen kann. Dazu sind zum einen die einzelnen Inseln vorhanden welche erst später per Boot bereits werden können und zusätzlich Gebirgsketten mit entsprechenden Toren welche erst verschlossen sind.

Die Story:

Da ich leider noch nicht komplett mit dem Spiel durch bin kann ich zur Story noch nichts abschließendes sagen aber finde sie bisher recht interessant. Klar das bleibt wie immer sehr subjektiv und ist mehr als alles andere geschmacksabhängig. Anfangs braucht die Story einige Stunden und ist sehr verworren wie ich finde. Wenn man aber die Beziehungen der Charaktere und den großen Plot erstmal verstanden hat steigt der Spannungsbogen steil an.

Waffen:

Die Waffen im Spiel lassen sich auf vielfälltige Art verbessern bzw. aufwerten. Mann kann die gefundenen bzw. gekauften Waffen und Ausrüstungsgegenstände einfach auseinandernehmen und erhält dadurch Rohstofe welche wieder zum veredeln der anderen Ausrüstungsgegenstände genutzt werden können.

Mein Fazit / Wertung:

Für mich ist (war) “Two Worlds 2” das ganz klare Rollenspielhighlight in 2010 und ich bin der Meinung das sich das Warten wirklich gelohnt hat. Es wird sehr viel Atmosphäre geboten und auch die Story und die Charaktere wissen zu begeistern. Gegenüber Teil1 hat man vieles verbessert auch wenn ein wenig die “offene Welt” darunter gelitten hat.

Ich freue mich jetzt schon riesig auf Teil 3 !

Grafik: 09/10
Sound: 08/10
Steuerung: 07/10
Gameplay: 08/10
Gesamtwertung: 08/10

Alan Wake MiniReview

letzte Woche Freitag, am 14. Mai 2010, hatte das lange Warten auf “Alan Wake” endlich ein Ende und der nette Postbote brachte das schöne Amazon Päckchen direkt an meine Pforte 🙂

Die finnischen Entwickler von REMEDY haben fast 5 Jahre an dem Thriller-Epos gearbeitet und es ist auch wirklich ein sehr besonders Spiel dabei entstanden. Von der ersten Spielminute an fühlt man sich in einen Film bzw. eine Mysterie-Serie wie z.B. “X-Files” oder “Twin Peaks” versetzt und die Entwickler legten dabei sehr viel Wert darauf alles sehr filmisch aufzumachen.

Das Spiel selber ist in verschiedene Kapitel unterteilt welche filmreif beginnen und auch (wie die Folge einer TV-Serie) mit stimmungsvollem Abspann enden.

Der Hauptcharacter im Spiel ist, wie der Name bereits verät, “Alan Wake” und eine Art fiktiver “Steven King”, sprich Autor von Horrorromanen. Weil der Arme unter einer längeren Schreibblockade leidet, verdonnert ihn seine Frau zu einem Urlaub in einem kleinen idyllischen “Nest” an der Westküste der USA.

Leider geht, dort erstmal angekommen, alles drunter und drüber und seine Frau wird auf seltsame Art und Weise entführt und Alan macht sich auf die Suche nach ihr……

Das soll aber genug sein zur Story, denn ich will nicht zuviel verraten an dieser Stelle. Die besonderen Vorzüge des “Horror-Thrillers” sind für mich die stimmungsvollen Lichteffekte im Spiel. Ein Großteil des Gameplays spielt sich in der Dämmerung bzw. Nacht ab und man ist meist nur mit Taschenlampe und Handfeuerwaffe unterwegs. Was einem hier grafisch von REMEDY serviert wird sucht seinesgleichen. Mondschein, der gespenstige Schatten wirft oder gruselig anmutender Bodennebel sind nur einige Beispiele hierfür.

Ich habe nun an einem Wochenende ca. 30% des Spiels durchgespielt und denke einen guten Einblick ins Spiel bekommen zu haben.

Hier nochmals meine Pro / Contra Punkte in der Zusammenfassung:

Pro:

  • sehr stimmungsvolle Präsentation
  • unglaubliche Weitsicht und Außenlandschaften
  • überzeugend wirkende Kleinstadt an der Ostküste Amerikas
  • sehr dichte Atmosphäre
  • dramaturgische Höhepunkte
  • Licht als Hauptspielelement eine coole Idee
  • erstklassige 5.1 Sounduntermalung
  • stabile Framerate und keinerlei Ruckler

Conta:

  • Deutsche Synchro nicht sonderlich gelungen (Englische Tonspur aber vorhanden!)
  • Gesichtsmimiken verbesserungswürdig

Alles in allem ein absoluter Xbox360 Pflichtkauf!